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Rote Linie: Gegenüber sein - Reden mit rechtsaffinen Jugendlichen

Gegenüber sein - Reden mit rechtsaffinen Jugendlichen

Wie kann es gelingen, dass in den Begegnungen im Schulkontext mit rechtsaffinen jungen Menschen eine respektvolle Kommunikation weiterhin möglich bleibt und sich durch eine geeignete Gesprächsführung Chancen für alle Beteiligten und Betroffenen eröffnen können?

Einleitung

Rechts(extrem)orientierte Einstellungen (bspw. die Ideologie der Ungleichwertigkeit und das Syndrom der gruppenbezogenen Menschfeindlichkeit GMF (Homophobie, Antisemitismus etc.)) und die dazu gehörigen Redeweisen sind in jeder Gesellschaft und bei jungen Menschen immer ein Thema. Jugendliche eignen sich die Welt an. Sie beobachten ihr Umfeld, orientieren sich an und in ihrem Sozialisations- und Lebensräumen. Gleichaltrige bekommen mehr Gewicht für das, was Bedeutung haben soll und Zugehörigkeit spielt eine große Rolle. Das Internet und die sozialen Medien gewinnen Einfluss darauf, wie Zusammenhänge hergeleitet und beurteilt werden. Wie die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen in Ihrer Affinität zu rechtsextremen Gedanken sich gestaltet ist unter anderem dadurch so bedeutsam und herausfordernd, weil sie neben den geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen auch sinnstiftende, individuelle und strafrechtliche Ebenen beinhaltet.

Inhalt und Ablauf des Coaching

Im ersten Teil werden aus unterschiedlichen Kommunikations- und Gesprächsführungsmodellen Elemente vorgestellt, die geeignet sind, in verschiedenen Settings (Klasse, Schulhof, Einzelkontakte etc.) einen Zugang zum Gesprächsgegenüber aufzubauen; hierzu gehören Methoden des Zuhörens, Fragens, des Brückenbauens und des Entwickelns eines sogenannten 'Tür- und Angelgespräches'. Dabei spielt die eigene Persönlichkeit, die Beurteilung der Situation und der Inhalte sowie die eigene Haltung eine wesentliche Rolle, um ein Gegenüber für Jugendliche zu sein. Wir gehen darauf ein, was jugendlich-sein ausmacht und welchen Fragen, Entwicklungen und Herausforderungen sie in ihrer Lebenswelt gegenüber stehen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf der Bedeutung von rechtsextremen Einstellungen für junge Menschen, bspw. was bedeutet 'deutsch sein' oder national zu denken´? Unter anderem werden im gemeinsamen Austausch zu selbst gemachten Erfahrungen die Themenfelder Menschenfeindlichkeit und (Alltags)Rassismus berührt und ein Blick auf die Strategie des Redens, der Wortwahl und Formulierungen geworfen und welche Sprache bspw. in den Sozialen Medien (auch Bilder u. Videos) Verwendung finden. Im zweiten Teil dienen Übungen der kennengelernten Kommunikationsansätze zum Ausprobieren mit vielen praktischen Beispielen aus der Arbeit der Roten Linie.

Informationen zum Angebot "Coaching: Gegenüber sein - Reden mit rechtsaffinen Jugendlichen"
Zielgruppe
  • Schulleitungen
  • Lehrkräfte
  • Schulsozialarbeiter
  • (alle Schulformen)
Teilnehmeranzahl 6-14 Personen
Format Coaching
Dauer 90 - 120 Minuten (auf Wunsch auch erweitert)
Kosten Die Teilnahme ist kostenfrei
Kontakt

Andreas Born
Rote Linie - Pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus
Tel. 06421 - 931 007
Mail:
Web: https://rote-linie.net
Twitter: @roteliniehessen