Qualifizierung
Unsere Qualifizierungsangebote richten sich an Personen, die sich im Umgang mit rassistischen, diskriminierenden, demokratiefeindlichen oder verschwörerischen Aussagen oder Handlungen im Rahmen ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit als Multiplikator*innen auseinandersetzen oder weiterbilden möchten.

Unser Angebot
Unsere Qualifizierungsangebote bieten einen Rahmen für eine vertiefte thematische Auseinandersetzung, einen fachlichen Erfahrungsaustausch, eine Klärung der eigenen Haltung und zur Reflexion und Training der eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Im Zentrum steht die Förderung von Kompetenzen für einen gelingenderen Umgang mit Situationen oder Personen in ihren Arbeits- oder Tätigkeitsfeldern.
Für eine zertifizierte Qualifizierung empfehlen wir das viertägige Training Veränderungsimpulse setzen bei rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen (VIR).
Information
Informationsveranstaltungen zu Rechtsextremismus und aktuellen Entwicklungen in Hessen (z.B. Rechte AkteurInnen, Dynamiken, Demonstrationen, etc.)
Die Rote Linie bietet Informationen und Hintergrundwissen über die aktuellen Entwicklungen und Erscheinungsformen im der Extremen Rechten in Form von Fortbildungen, Workshops oder Vortragsveranstaltungen an.
Anhand von Primärmaterialien werden Kenntnisse über verschiedene rechtsextremistische Ideologiefamilien (z.B. Neonazismus, Völkische, Neue Rechte), aktuelle Gruppierungen und Aktivitäten vermittelt. Aktuelle Themen und Wege der Ansprache werden analysiert und mit einem Blick in Biografien werden Ein- und Ausstiegsprozesse thematisiert. Schwerpunkte der Veranstaltungen können daher sein: Aktuelle Entwicklungen im Rechtsextremismus, Lebenswelt Rechtsextremismus oder Anspracheformen und Ansprechbarkeiten im Rechtsextremismus.
Das Angebot richtet sich an Fachkräfte an Schulen, in der Jugendhilfe oder der Erwachsenenbildung, Fachkräfte in Verwaltung, Ehrenamtliche und weitere Interessierte.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen
Interesse?
Workshops und Fortbildungen
Sichtbarkeit von (Alltags)rassismus in Gesellschaft und Schule
Schule ist wichtig, um Vorurteile zu überwinden und Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Gewalt in unserer Gesellschaft abzubauen. Lehrkräfte sind von großer Bedeutung, da durch gesellschaftspolitische Ereignisse wie den Tod von George Floyd (2020) die Sensibilität für Rassismus in unserer Gesellschaft und an unseren Schulen deutlich gestiegen ist.
Diese Entwicklungen stellen eine hohe Herausforderung für Lehrkräfte an Schulen dar. Doch was ist Rassismus und was hat Rassismus mit uns als Gesellschaft und mit mir selbst zu tun? Wie erkenne ich Rassismus? Wie zeigt sich Rassismus im Schulalltag und wie kann ich dagegen vorgehen?
Gemeinsam möchten wir uns mit der Geschichte des Rassismus, dem Fortbestand und den Auswirkungen auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene auseinandersetzen.
Diese Fortbildung lädt sowohl dazu ein, eine rassismuskritische und diskriminierungssensible Handlungsfähigkeit und Haltung zu entwickeln als auch die eigenen Prägungen sowie Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren, Wissen über die Geschichte und die (Aus)Wirkung von Rassismus zu erlangen, neue Perspektiven einzunehmen und gemeinsam an Strategien für eine Kultur der Begegnung und zum Abbau von Rassismus im (Schul)Alltag zu arbeiten.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen
Interesse?
Veränderungsimpulse setzen bei rechtsorientierten Jugendlichen (VIR)
Gemeinschaft, Action, Stärke und Anerkennung suchen nicht wenige Jugendliche in rechtsextremen Szenen und Weltbildern. Gute Argumente allein oder Moralisieren helfen hier in der Regel nicht weiter. Fortbildungen nach dem VIR-Konzept vermitteln Methoden, um Veränderungsimpulse bei Rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu setzen.
VIR ist ein Qualifizierungskonzept für Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit rechtsorientierten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen Kontakt haben. „Rechtsorientiert“ in diesem Sinne sind Jugendliche oder junge Erwachsene, die sich an rechtsextremen Cliquen, Organisationen oder Parteien beteiligen und rechtsextreme Denkmuster verinnerlichen, ohne in führender Position in dieser Szene aktiv zu sein. Dies gilt vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene in einer Annäherungsphase an die rechtsextreme Szene oder die als Sympathisant:innen oder Mitläufer:innen beteiligt sind.
Das Ziel des VIR-Konzepts ist es, in Alltagssituationen Impulse zu setzen, die zur Veränderung motivieren und diesen Prozess unterstützen. Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Grundlagen der motivierenden Gesprächsführung, Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, vermittelt Fachwissen über Rechtsextremismus und klärt über die Ursachen individueller Ein- und Ausstiegsprozesse auf.
Die VIR – Fortbildung richtet sich an Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit rechtsaffinen oder rechtsextrem gefährdeten Jugendlichen arbeiten.
Für wen?
Schulsozialarbeiter:innen // Kinder- Jugend- und Familienhilfe // Einrichtungen der Jugendarbeit // Vereine // Jugendgerichtshilfe // Justizvollzugsanstalten // Lehrer und Lehrerinnen
Interesse?
Fachkenntnisse zu Rechtsextremismus, Neue Rechte, Hinwendungs- und Distanzierungsprozesse oder rechtsextremen Erlebniswelten
Rechtsextremismus hat viele Gesichter. Neonazismus, Völkische Rechte oder die sogenannte Neue Rechte sind hierfür Beispiele. Auch in Hessen gibt es entsprechende Gruppierungen und Personen, Anlauf- und Treffpunkte, Ereignisse, Einflußnahmen und Straftaten. Um sich hier orientieren zu können und aktuelle Entwicklungen nachvollziehen zu können, bieten wir in Fortbildungen einen Überblick oder vertiefte Einblicke in rechtsextreme Szenen.
Hierzu zählt auch das vielfältige altagskulturelle Milieu, in dem Jugendliche und junge Erwachsene rechtsextrem orientierte Lebensstile und Identitäten entwickeln können und die ihre
Politisierung und Bindung an rechtsextreme Szenen befördern: Über TikTok-Videos, Musik, Kleidung, Bilder und Narrative, sportliche Aktivitäten, Konzerte oder Demonstationen.
Zuwendungsprozesse zur extremen Rechten lassen sich in ihrem gesellschaftlichen Kontext und ihrer biografischen Struktur verstehen . Dabei ist die Affinisierung mit Bedürfnissen und Funktionen verbunden. Diese Entwicklungen müssen in ihrer Gesamtheit verstanden und beachtet werden, um angemessene Formen des Umgangs und Motive für Veränderungsprozesse zu entwickeln. Welche Faktoren sind hilfreich für Distanzierungsprozesse, welche Phasen werden durchlaufen und wie können Veränderunen gelingen? Auch diesen Fragen gehen wir im Rahmen von Qualifizierungen und Fortbildungen nach.
Wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung zu diesen Themen oder einzelnen Aspekten haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen
Interesse?
Diskriminierungssensible und rassismuskritische Erziehung und Bildung
Die zunehmende kulturelle und soziale Vielfalt von Kindergruppen stellt hohe Anforderungen an die Kompetenzen von sozialpädagogischen Fachkräften u.a. in Kindertageseinrichtungen dar. Nicht immer ist es einfach, Rassismus und Diskriminierung zu erkennen und zu verhindern. Wichtig ist es neben der eigenen Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung, Kindern beim Verstehensprozess der Welt und im Lernen diskriminierungs- und rassismussensibel zu begleiten und Räume zu eröffnen in denen Kinder möglichst keine Ausgrenzungserfahrungen in Form von Diskriminierung und Rassismus erleben müssen.
Das Ziel dieser Fortbildung ist es sowohl eine diversitätssensible und rassismuskritische Handlungsfähigkeit im Kleinkindalter zu erreichen als auch die kritische Reflexion eigener Einstellungen sowie der eigenen Rolle. Dazu sind Wissen, Selbstreflektion, eine passende Sprache, Verhaltensweise und die Ausstattung mit den richtigen Botschaften nötig.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen
Interesse?
Umgang mit Reichsideolog*innen
In den vergangenen Jahren ist die Szene des Reichsideologentums und der Selbstverwalterszene stark gewachsen. Nach einer Übersicht über die vielschichtige sogenannte Reichsbürger- und Selbstverwalterszene werden herausfordernde Situationen betrachtet. Wie können Strategien des Umgangs aussehen, damit die eigene Alltag, die Arbeit und Verfahren nicht über Gebühr belastet oder behindert werden?
Wenn Sie Interesse an diesem Thema haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen
Interesse?
Umgang mit rechtsorientierten Jugendlichen
In ihrer Klasse oder Gruppe äußern sich Jugendliche durch antisemitische, abwertende, rechtsradikale/rechtsextremen Aussagen, Sprüche oder rassistische Positionen. Wie kann es gelingen, sich in dieser Situation als Fachkraft zu positionieren und zeitgleich Kommunikation zu ermöglichen, um Diskriminierungen und menschenverachtenden Inhalten entgegenzusteuern und Chancen für alle Beteiligten zu eröffnen?
Innerhalb dieses Handlungskompetenz-Workshops besprechen wir Praxisbeispiele, erschließen Handlungsoptionen mit Akteur*innen, Betroffenen und weiteren Beteiligten, erproben Methoden der Gesprächsführung und erarbeiten nachhaltig Präventions- und Interventionsstrategien. In gemeinsamen Gesprächen und Praxisberichten diskutieren und überlegen wir, wie Kontakte und Beziehungen hergestellt, Impulse gesetzt und Änderungsmotivation beim Gegenüber erzielt werden können.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen // Führungskräfte
Interesse?
Umgang mit Hate Speech (online/offline)
Pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern bekommen mit, wie Kinder und Jugendliche mit Hass im Netz konfrontiert werden oder sich selbst menschenverachtend äußern.
Jedoch passiert Diskriminierung in Form von Hate Speech nicht nur im digitalen Raum sondern auch offline.
In dieser Fortbildung möchten wir uns mit dem Thema „Hate Speech“ auseinandersetzen und über Strategien nachdenken, wie gegen Hate Speech gegenüber Personen und Personengruppen im digitalen Raum und auch in beispielsweise Klassensettings vorgegangen werden kann. Wie äußert sich Hate Speech im Kontext von gesellschaftlichen Diskriminierungsverhältnissen und konkret unter Jugendlichen? Wie erkenne ich Hate Speech? Was bedeutet dies für die Gestaltung von Lernräumen? Wie können wir Betroffene schützen?
Die Fortbildung regt dazu an, mithilfe von Übungen, Fallbeispielen und Reflexionen neue Strategien im Umgang mit Hate Speech zu erproben.
Für wen?
Fachkräfte // Lehrkräfte //
Sozialarbeiter*innen